optik markt sölzer

Unsere Sonnenbrillen --

Sonnenbrillen und Gleitsicht-Sonnenbrillen International -

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Bärbel Sölzer,
Augenoptikermeister & Optometrist.

Sonnenbrille

Eine Sonnenbrille ist laut deutscher DIN-Verordnung eine Schutzbrille, deren getönte Brillengläser die Lichtdurchlässigkeit in allen Frequenzen zu den Augen des Trägers verringern. Ihr eigentlicher und primärer Zweck ist es, die Augen vor schädlichen Auswirkungen des Sonnenlichtes, vor allem vor der sehr gefährlichen Schädigungen der Netzhaut, zu schützen. Die optimale Sonnenbrille blockiert deshalb auch den ultravioletten Strahlungsanteil über 400 nm des Sonnenlichts und vermindert den allgemeinen Streulichteinfall aufgrund ihrer optimalen Brillenglasgröße und -form sowie einem optimierten, möglichst bruchsicheren Brillengestell. Darüber hinaus erfüllen Sonnenbrillen als aktuelles Kleidungsaccessoires zugleich Image- und Modeaspekte und unterstreichen den Stil ihres Trägers.

Schutzfunktion

Wichtig für den optimalen Lichtschutz: Seitlich einfallendes und auch sehr schädliches „Streulicht“ wird durch breite Kunststoffbügel blockiert
Moderne Sonnenbrillen sind in aller Regel als Lichtschutz für die Augen gedacht. Andere Gründe können allerdings Modebewußtsein, Abschirmen der Augen gegen Blicke des "Gegenüber" oder von Dritten usw. sein.
Als wichtig für die Schutzfunktion werden fälschlicherweise oft nur die Brillengläser angesehen. Ähnlich wichtig ist allerdings das Design der Brille: Manche Brillen lassen bis zu 60 % des Sonnenlichtes seitlich oder von oben und unten hinter die Gläser einfallen („Streulicht“). Eine gut schützende Brille lässt daher nur einen möglichst kleinen Spalt zwischen Brillengläsern und dem Kopf des Brillenträgers, ohne aber so dicht anzuliegen, dass die Gläser mit den Wimpern berührt werden. An den Seiten wird Streulicht durch breite Kunststoffbügel blockiert oder durch Brillengläser, die sich seitlich etwas um den Kopf biegen. Die letzteren Brillen sind allerdings durch ihre Kurven-Technologie nicht für alle Glasstärken geeignet.

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Tönung von Sonnenbrillen:

Sonnenbrillen reduzieren das subjektiv sichtbare Licht durch die Tönung ihrer Gläser und schützen damit vor Helligkeit und Geblendet-Werden; das heißt, sie dunkeln für den Brillenträger sichtbar die Umgebung ab. Dadurch kann die Sehleistung bei hellem Licht erhöht werden. Je nach Einsatzzweck (leichter Sonnenschein in der Stadt bis hin zu starker Sonneneinstrahlung auf dem Gletscher) und Lichtempfindlichkeit des Trägers kommen unterschiedliche Tönungsgrade in Frage. Mit dem UV-Schutz oder dem Farbton der Gläser hat die Tönung und ihre Stärke nichts zu tun.
Für Sonnenbrillen werden 4 Filterkategorien hinsichtlich der Tönung unterscheiden:

Tönung - Kategorie 1:

20-57% Tönung
für bedeckte Tage

Tönung - Kategorie 2:

57-82% Tönung
normaler Blendschutz für Sommertage in Mitteleuropa

Tönung - Kategorie 3:
80-92% Tönung
für Wasserflächen, Strand und Berge, sowie südeuropäische Länder; ab 90% für den Straßenverkehr nicht geeignet

Tönung - Kategorie 4:
92-97% Tönung
für Hochgebirge und Gletscher

Sportbrillen von Oakley, Uvex, Ray Ban und Rodenstock.

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Schutz vor ultravioletter Strahlung (UV-Schutz)

Neben dem sichtbaren Licht enthält das Sonnenlicht für den Menschen nicht sichtbares UV-Licht, das sich in UV-A, UV-B und UV-C unterteilen lässt. Bei größerer Intensität oder bei längerer Einwirkung kann UV-Licht zu Augenreizungen, Grauem Star und sogar Erblindung führen. Sonnenbrillen werden daher zunehmend als UV-Filter getragen, obgleich UV-Licht auch bei bedecktem Himmel gefährlich werden kann.
Ein Brillenglas mit optimalem UV-Schutz blockiert alle Wellenlängen unterhalb 400 nm (UV-A, -B, -C).[2] Da UV-Licht nicht sichtbar ist, ist auch der Schutzfaktor einer Brille nicht mit bloßem Auge erkennbar. Prüfungen von Brillengläsern auf ausreichenden UV-Schutz sind nur mit entsprechendem Gerät möglich und werden daher meist nur vom Hersteller oder manchen Optikern vorgenommen; ausreichend UV-geschützte Brillen sind daher oft mit einem Aufkleber „UV 400“ gekennzeichnet. Außerdem erlauben mehrere internationale Normierungen, darunter allerdings auch eine unzureichende EU-Richtlinie,[2] den UV-Schutz von Brillengläsern zu klassifizieren (siehe unten).

Blauanteil des Lichts

Gefährlich soll in hellen Lichtverhältnissen (Sonnenlicht) auch der Blauanteil des sichtbaren Lichts sein, der unter anderem Schäden an der Makula (Makuladegeneration) hervorrufen oder bestehende Schäden verschlechtern und damit letztlich zur Erblindung führen kann. Eine gute Sonnenbrille sollte daher auch den Blauanteil des sichtbaren Lichts reduzieren. Empfohlen wird ein Richtwert von weniger als 10 % des Lichts zwischen 400 und 470 nm. Eine Filterung von 100 % des Blauanteils führt hingegen zu Verzerrungen der Farbwahrnehmung, was unter anderem im Straßenverkehr als gefährlich angesehen wird - was allerdings noch nie einen deutschen Verkehrsminister interessiert hatte.
Richtlinien oder Normierungen stehen in diesem Bereich allerdings noch weitgehend aus, und für die meisten handelsüblichen Sonnenbrillen gibt es noch keinerlei Angaben zu ihrem Blauschutz. Einige Optiker sind bereits für das Thema sensibilisiert und bieten Blauschutz-Messungen für Brillen an. Eine Ausnahme bietet die Schweiz, in der schon früher die Bedeutung des Blauschutzes erkannt und darauf reagiert wurde.

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Weiterer Schutz

Je nach Einsatzzweck können Sonnenbrillen auch weiteren Schutz bieten. Beispielsweise nutzen manche Wassersportler Sonnenbrillen zum Schutz gegen Spritzwasser. Für Fahrradfahrer ist auch die Schutzwirkung gegen Fahrtwind und Insekten wichtig. Die Sonnenbrillen von Astronauten sind speziell für den Schutz gegen Infrarotlicht konstruiert.
Sonnenbrillen, auch mit ausreichendem UV- oder Blauschutz, sind nicht für die direkte Sonnenbeobachtung, auch nicht zum direkten Blick in Lampen mit hoher Strahlungsenergie, als Schutz vor künstlichen Lichtquellen (Solarien) oder zum Schutz bei Schweißarbeiten geeignet. Hierfür sind spezielle Sonnenbeobachtungsfilter bzw. Sonnenfilter und Schweißerbrillen bzw. -masken zu verwenden.

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Eindunkelnde Gläser

Phototrophe Gläser dunkeln sich bei zunehmender Helligkeit von selbst zunehmend ein. Die Phototropie basiert auf einer reversiblen Transformation eingelagerter silberhalogenidhaltiger Ausscheidungen. Je nach Halogenidart im Glas können verschiedene Farben erzeugt werden. Braune oder graue phototrope Gläser werden für die Herstellung von Sonnenbrillen verwendet, die bei großer Helligkeit von allein (rasch) dunkler und bei nachlassender Helligkeit (langsamer) wieder durchsichtiger werden. Der Geschwindigkeitsunterschied beruht darauf, dass sich ein Gleichgewicht zweier gegenläufiger Reaktionen einstellt: Das Dunkelwerden verläuft in einer Reaktion nullter Ordnung (jedes einfallende, in der Wellenlänge geeignete Lichtquant bewirkt eine Molekülumwandlung). Dagegen ist der umgekehrte Prozess eine von der Temperatur abhängige Reaktion erster Ordnung, die nach einer e-Funktion abläuft (in gleichen Zeiten reagieren gleiche Anteile, vgl. Halbwertszeit). Diese Eigenschaften haben zur Folge, dass sich solche Brillen für das offene Cabriofahren nicht so gut eignen, wenn die Helligkeit in schneller Folge wechselt (beim Einfahren in einen Tunnel bleibt die Brille zu lange dunkel). Bei geschlossenen Fahrzeugen absorbieren bereits die Fahrzeugscheiben das UV-Licht, so dass es hier zu keiner Tönung kommt. Bei starker Kälte und hoher Helligkeit (im Winter, bei Schnee) ist die Brille getönt; klar wird sie bei zunehmender Dunkelheit, wobei dieser Effekt unter warmem Wasser beschleunigt werden kann. Ferner existiert auch das Modell der stufenlos regulierten Sonnenbrille auf der Basis von zwei gegeneinander verschiebbaren Polarisationsfiltern.

Lösungen für Träger von Korrekturbrillen

Brille mit Sonnenclip
Besonders für Menschen mit Sehschwäche wird oft ein Sonnenclip verwendet. Somit lassen sich die Brillen leicht zu Sonnenbrillen aufrüsten. Der Vorteil des Sonnenclips besteht darin, dass man keine zusätzliche Sonnenbrille mit Dioptrien anschaffen muss, statt dessen wird der Sonnenclip auf die eigene Brille aufgesetzt. Ein Nachteil besteht aber in der geringen Abschirmung. Wie oben erläutert sollte eine gute Sonnenbrille nah am Kopf liegen und auch seitlichen Einfall des Lichtes verhindern. Da nur wenige Brillen dies leisten, hat hier auch der Sonnenclip eine Schwachstelle.
Eine bessere Lösung diesbezüglich stellen Überbrillen dar, die über der Korrekturbrille getragen werden können. Diese können auch leichter auf- und abgesetzt werden, z.B. beim Betreten dunklerer Räume, Durchfahrt von Tunneln oder ähnlichen Situationen, in denen die Sonnenbrille nicht benötigt wird.
Als weitere Alternative werden von einigen Sonnenbrillenanbietern Korrekturclips angeboten, mit deren Hilfe sich (klare) Korrekturgläser auf der Innenseite der Sonnenbrille anbringen lassen.

Geschichte

Schneebrille der Eskimo
Gegen Schneeblindheit verwendeten auch schon die Inuit früh Knochen oder Holzbretter mit feinen Sichtschlitzen.
Sogar im alten Rom war Sonnenschutz für die Augen ein Thema. Kaiser Nero (37-68 n. Chr.) beobachtete Gladiatorenkämpfe zum Schutz vor grellem Sonnenlicht durch grüne Smaragde.[4]
Im 15. Jahrhundert wurden Brillen gegen die Blendwirkung der Sonne mit farbigen Brillengläsern versehen. Im Jahr 1752 stellte der Konstrukteur James Ayscough Brillen mit Rauchglas vor. Zumindest der Form nach war Ayscoughs Entwurf ein Lichtschutz für die Augen, der den heutigen Brillenformen ähnelte. Viele Originalbrillen verschiedenster Ausführung (aus Eingläser) mit gelben, grünen, blauen oder roten Gläsern aus dem 18. Jahrhundert sind noch erhalten. Mit Stoff und Leder wurde bei manchen Modellen damals schon zusätzliches Streulicht von der Seite vom Auge abgehalten. 1797 entwickelte der Engländer Richardson eine Brille, bei der sich seitlich zusätzliche grüne Gläser vor die Brille klappen ließen.
Der französische Arzt Marie Theodore Fieuzal (1836-1888) wies auf die schädlichen UV-Strahlen hin und empfahl deshalb in Ermangelung von UV-Blockern gelbe statt blaue Gläser zu verwenden. Im 19. Jahrhundert erhielt der Königsberger Optiker Christian Parschin das Patent auf Gläser aus Bernstein. Eine Studie des Schweizer Alfred Vogt wies schädliche Auswirkungen der UV-Strahlung im Jahr 1908 nach. Doch schon 1905 entwickelte Josef Rodenstock die ersten Gläser, die wirksam den UV-Anteil des Lichts wegfilterten. Und die Firma Schott bringt unter der Bezeichnung Umbral zu Beginn des 20. Jahrhunderts Schutzgläser mit unterschiedlich starken Tönungen auf den Markt. Die Fabrik Nitsche & Günther aus Rathenow wird ein erster Marktführer dieses neuen Industriezweigs.

Polarisationsgläser wurden erstmals kurz vor dem zweiten Weltkrieg als Schutzgläser verwendet (Herstellung des Polarisationsfilter von Erwin Käsemann 1937). Seit den späten 1930 Jahren weisen immer mehr Mediziner auf die gefährlichen Einflüsse für die Augen bei übermäßigen Sonnenlicht hin. Auch modische Aspekte helfen seit dieser Zeit einer zunehmenden Akzeptanz der Sonnenbrille in der Gesellschaft. Die Sonnenbrille ist zunehmend ein Marken- und ein Massenartikel. Ein Sonnenbrillenboom beginnt. Mitte der 1960er Jahre werden die ersten phototropen Gläser vorgestellt. 1986 stellt die Firma Rodenstock ein getöntes Kunststoffglas vor.