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Alain Mikli - Paris

Der Meister der Meister

Alain Mikli - Der Meister der Meister - Brillenmode aus Paris.

Alain Mikli aus Paris ist wohl einer der innovativsten und exklusivsten Brillendesigner der Welt.
Man darf ihn DEN Künstler unter den vielen Brillendesignern dieser Welt nennen.
Sein Credo lautet :

"brillen zum sehen und gesehen werden."

Bei Mikli werden Brillemodelle nicht am Computer sondern per Handarbeit entwickelt.
Ein sehr interessantes Video über seine Arbeitsweise finden Sie ganz unten auf dieser Seite.
Alain Mikli kombiniert die verschiedensten Materialien : Schöne Kunststoffe,Titan, Edelstahl, Holz, Büffelhorn und Neusilber, und schafft stets etwas ganz Besonderes.
Jedes Jahr im Frühjahr, zum Beginn der Messen in aller Welt, überrascht Alain Mikli mit einzigartigen Ideen und Designs.

Brillen von Mikli wurden und werden tausendfach kopiert, aber nie erreicht.

Fans von Alain Mikli auf einer Fashion Fair in NY.

Nur Kakerlaken könnten einen Atomkrieg überleben – und Keith Richards... Designerbrillen von Alain Mikli beim Optik Markt Sölzer in Merseburg und Querfurt in Sachsen Anhalt.
Designerbrillen von Alain Mikli beim Optik Markt Sölzer in Merseburg und Querfurt in Sachsen Anhalt.


Alain Mikli - Exclusiv in Sachsen Anhalt beim Optik Markt Sölzer in Merseburg und Querfurt !

Alain Mikli 2012

Designerbrillen von Alain Mikli beim Optik Markt Sölzer in Merseburg und Querfurt in Sachsen Anhalt.

Alain Mikli 2012 mit den Kollektionen

Mikli
Mikli par Mikli
Philippe Starck
Matt
Jean Paul Gaultier

 
Brille von Alain Mikli - Brillenmode aus Paris - Schöne Brillen beim Optik Markt Sölzer in Merseburg und Querfurt.

Brille von Alain Mikli

Bild- und Videomaterial bereit gestellt von Alain Mikli Paris.

Die "Welt" über Alain Mikli

s Erste, was einem an dem Brillendesigner Alain Mikli auffällt, sind nicht unbedingt seine Augen. Es ist seine markante Nase. Das darf man hier so offen schreiben, weil Mikli selbst bereitwillig und völlig ungerührt darüber spricht. Ob er je darunter gelitten habe? Und ob, antwortet Alain Mikli. "Als Teenager habe ich mich so sehr für meine Nase geschämt. Heute bin ich stolz darauf, ich betone sie, sie ist fast ein Mittel der Verführung. Und sie inspiriert mich natürlich, voilà."

Sie hat ihn vor allem 1987 inspiriert. Damals entwarf Alain Mikli das Brillenmodell "Le Nez" (zu deutsch: die Nase). Es besteht aus langen, eckigen Gläsern und einem Steg, der gekrönt ist von einem mächtigen Dreieck, das wie ein Schnabel auf dem Nasenrücken sitzt. Ein echter Zinken, den man sich freiwillig aufsetzte. Voilà.

Den eigenen Makel nicht zu verstecken oder zu kaschieren, sondern ihn zu betonen und zu inszenieren – vor dem Hintergrund dieser Philosophie hat der Franzose Alain Mikli sein Unternehmen aufgebaut. Wenn Korrekturbrillen heute als modische Accessoires akzeptiert sind, wenn fast jedes Modelabel seine eigene Brillenlinie hat, wenn junge Großstädter sich nun schon seit Jahren riesige Strebergläser auf die Nase zu setzen – kurz, wenn sich heute kaum ein Mensch mehr für seine Sehhilfe schämen muss, dann ist das auch das Verdienst von Alain Mikli.

Andy Warhol, Elton John - alle trugen Mikli-Brillen
1978 gründete er sein Unternehmen in Paris und hatte ziemlich schnell ziemlich großen Erfolg. Der Name Alain Mikli steht für die Extravaganz der 80er-Jahre und ihrer Stars. Andy Warhol trug eine Mikli-Brille, die aussah wie ein auf die Seite gekippter Notenschlüssel.

Die Sängerin Dalida ließ sich mit einer strassbesetzten, helmähnlichen Sonnenbrille fotografieren, die ihren halben Kopf bedeckte. Elton John, einer der ersten prominenten Mikli-Fans, saß auf der Bühne an seinem Klavier mit einer flammenförmigen Fassung auf der Nase. Und natürlich Grace Jones, die ihre Augen hinter futuristischen Mikli-Designs versteckte.

Alain Mikli gilt als Star der Brillenbranche. In den letzten Jahren war es allerdings etwas ruhiger geworden um ihn. Ende 2012 übernahm der italienische Brillenkonzern Luxottica das Unternehmen. Zu Luxottica gehören Marken wie Ray Ban und Oliver Peoples, die Gruppe führt außerdem die Lizenzen für die Brillenkollektionen von Labels wie Prada und Chanel.

"Ich wollte morgens länger schlafen"
Nun will man der Marke Alain Mikli neues Leben einhauchen. Im vergangenen Juli feierte man auf der Haute-Couture-Woche in Paris den Launch einer neuen Kollektion. Der Name soll sich wieder als das Luxuslabel für Brillen in die Köpfe der Konsumenten einprägen. Alain Mikli gibt weiterhin die kreative Linie vor.

Mikli, dessen eigentlicher Nachname Miklitarian ist, wurde 1955 in der Stadt Sainte-Colombe in der Rhône-Region geboren. Mit zwölf Jahren ging er nach Paris, und dass er wenige Jahre später eine Ausbildung zum Optiker am Lycée Fresnel begann, sei purer Zufall gewesen.

"Die Optikerschule lag ganz in der Nähe von der Wohnung meiner Eltern. Und ich wollte morgens gern etwas länger in meinem warmen Bett schlafen", sagt Mikli. Auf dem Lycée machte er erstmals einen Sehtest und stellte fest, dass er dringend eine Brille benötigte. "Davor lebte ich in einer Art Nebel." Von einem Tag auf den anderen sah der Teenager die Welt klarer – und verstand bald, wie schwer man es als Brillenträger hatte.

"Frauen mit Brille wurden als Schnepfe bezeichnet"
"Als ich angefangen habe zu arbeiten, war es das Letzte, eine Brille tragen zu müssen. Frauen mit Brille wurden in Frankreich als 'Bécassine', als Schnepfe bezeichnet." Der Mensch der beginnenden 80er-Jahre hatte erfolgreich, attraktiv, trainiert und gesund zu sein. Die Korrekturbrille, Ausweis einer körperlichen Schwäche, passte nicht dazu. Zumal die vorhandenen Beamtendesigns jeden, der sie trug, 20 Jahre älter aussehen ließen.

Alain Mikli dagegen kreierte einen Look, der zum Lebensgefühl der jungen, spaßorientierten Yuppies passte. Mehr "Miami Vice" als "Derrick". Seine Brillen waren wild gemustert, die Fassungen sahen aus, als seien sie aus verschiedenen geometrischen Formen zusammengebaut oder als stammten sie aus einem Science-Fiction-Film. Vielleicht nicht immer schön, aber in jeden Fall auffällig und oft auch witzig.

Wer eine Brille trug, sollte sich nicht mehr verstecken, sondern damit auf sich aufmerksam machen. Dieser Gedanke prägte auch die sehr erfolgreichen Werbekampagnen des Labels und den Slogan "Brillen zum Sehen und Gesehenwerden". Ein Anzeigenmotiv zeigte eine attraktive, gut gekleidete Frau mit Brille, die gelangweilt Zeitung liest, während sie von den Männern um sie herum angehimmelt wird. Mit dem Klischee des kurzsichtigen Mauerblümchens hatte dieses Bild nichts mehr zu tun.

Kooperationen mit Sonia Rykiel, Donna Karan und Jil Sander
Die neue Coolness der Brille erreichte schließlich auch die Laufstege. Alain Mikli bot den Pariser Modedesignern an, eigene Modelle für sie zu entwerfen, und er hat eine kuriose Erklärung für diese Idee parat. "Ich gebe es zu, schöne Frauen sind meine Schwäche. Und die schönsten Frauen findet man bei Modedesignern. Also habe ich mich gefragt: Wie komme ich an sie ran?"

Schon im Jahr der Gründung seines Labels startete Mikli die erste Kooperation mit der Dessous-Designerin Chantal Thomass, einer Freundin. Es entstanden Linien für Claude Montana, Sonia Rykiel, Donna Karan und Jil Sander. "In den 80er-Jahren habe ich allein in einem Jahr mit 17 Designern zusammengearbeitet", sagt Mikli. Sein Ziel war damit erreicht.

Er wurde Stammgast bei Modenschauen, Fittings und in den Backstagebereichen. "Ich habe eine unglaubliche Jugend erlebt. Und ich habe Claudia Schiffer getroffen." Nicht schlecht für einen Brille tragenden Jungen aus Sainte-Colombe.

Miklis Brillen als Filmstars
Eigentlich hege er keine nostalgischen Gefühle, sagt Mikli. Und doch gerät er ins Schwärmen, wenn er von seinen schönsten Erinnerungen erzählt. Vom Lunch mit Andy Warhol, den Partys mit Claude Montana, den Besuchen bei Jil Sander in Hamburg. Von Wim Wenders, der ihn bat, die Brillen für den Film "Bis ans Ende der Welt" von 1991 zu entwerfen.

Mikli hat in seiner Karriere mehrere Filme ausgestattet, darunter auch "Batman & Robin" von 1997. Seine Kooperationen führte er weiter fort, er arbeitete für Issey Miyake und lancierte eine Kollektion mit Philippe Starck. Zuletzt hat er 2011 eine Brillenkollektion für Jean Paul Gaultier entworfen.

Mit Mode kenne er sich eigentlich gar nicht so aus, sagt Mikli. Er amüsiert sich darüber, dass Schauenbesucher heute mit Sonnenbrillen bei den Défilées sitzen, obwohl es am Laufstegrand sowieso schon dunkel ist. "Die wichtigen Moderedakteurinnen der 80er-Jahre haben das gemacht, weil sie bis vier Uhr nachts feiern waren und das Make-up nicht mehr frisch war."

"Ich habe die Google Glasses schon vorausgesagt"
Mikli ist mehr an echten Innovationen als an Trends interessiert. Was er denn von der Google-Brille "Google Glass" mit dem eingebauten Minicomputer plus Digitalkamera halte? "Schon vor 15 Jahren habe ich in Interviews genau diese Entwicklung vorausgesagt", sagt Mikli. Na klar, denkt man sich und entdeckt bei der Nachrecherche dann tatsächlich einen Artikel aus dem "Hamburger Abendblatt" von 1997. Damals stellte Mikli in Hamburg eine "Video-Sonnenbrille" vor. Sie war mit einer integrierten Linse ausgestattet, die per Kabel mit einer Kamera und einem Video-Walkman verbunden war, den man an der Hüfte trug. "Miklivision" lautete der Name dieses Gadgets, das sich jedoch nicht etablierte.

"Ich konnte die Arbeit daran aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr fortführen. Aber ich freue mich sehr darüber, dass es heute weiterentwickelt wird." Vielleicht war Mikli mit seiner Idee einfach zu früh dran. Natürlich wüsste man jetzt gern, welche Brillenzukunft er heute voraussagt. "Für mich soll die Brille von morgen wandelbar sein. Sie wird sich anpassen an das Gesicht, an Tageszeiten, an die unterschiedlichen Funktionen, die der Mensch erfüllen muss." Bis es soweit ist, kann man sich ja mal an "Le Nez" versuchen. Das Modell ist wieder in der neuen Kollektion erhältlich.